Spektrum der Wissenschaft April 2009 issue 04 - download pdf or read online

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Brigitte. Kekse, Konfekt und Co. 100 Rezepte aus Brigitte by Barbara Rias-Bucher PDF

Die Rezepte der Zeitschrift »Brigitte« sind seit jeher Garant fur abwechslungsreiche, raffinierte, moderne, preiswerte und gesunde Gerichte. Sie sind leicht nachzukochen und gelingen daher immer. Erstmals erscheinen diese Rezepte nun in Buchform - zusammengestellt von der Kochbuchspezialistin Dr. Barbara Rias-Bucher.

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Meine Kollegen und ich konnten zeigen, dass bei diesem Vorgang ein sehr altes und kleines Molekül eine große Rolle spielt, das vom Ge­ hirn produziert wird. Fachleute nennen es Oxytozin. Mit unseren Forschungen hoffen wir die Ursachen krankhafter Störungen im zwischenmenschlichen Bereich aufzuklären und besser behandeln zu können. Den Zu­ sammenhang zwischen Oxytozin und Ver­ trauen konnte ich erst über einige Umwege aufklären. Zusammen mit Stephen Knack, Wirtschaftswissenschaftler der Forschungs­ gruppe für Entwicklung der Weltbank, unter­ suchten wir ab 1998, warum die Einstellung der Menschen untereinander innerhalb ver­ schiedener Länder so stark variiert.

Danach entnehmen wir den Testpersonen Blutproben, um ihren Oxyto­ zingehalt zu bestimmen. Experimentelle Wirtschaftsforscher nehmen gewöhnlich an, dass der erste Geldtransfer das Vertrauen und der zweite eher die Vertrauens­ würdigkeit misst. Sie haben dieses Vertrauens­ spiel immer wieder in vielen Ländern durchge­ führt – auch mit hohen Geldbeträgen. Bei unseren Versuchen entschieden sich etwa 85 Prozent der Proband-1-Personen da­ für, ihrem Partner Geld zu schicken. 95 Pro­ zent der Beschenkten wiederum sandten einen Betrag an Proband 1 zurück.

Zusammen mit Stephen Knack, Wirtschaftswissenschaftler der Forschungs­ gruppe für Entwicklung der Weltbank, unter­ suchten wir ab 1998, warum die Einstellung der Menschen untereinander innerhalb ver­ schiedener Länder so stark variiert. Für unser Projekt entwickelten wir ein mathematisches Modell, das im jeweiligen Land die sozialen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Aspekte be­ rücksichtigt, die das Zutrauen beeinflussen könnten. Dabei fiel uns auf, dass die Vertrauensstär­ ke einer der besten bekannten Indikatoren für den Reichtum eines Landes ist: Staaten mit einem geringen Vertrauensniveau sind in der Regel auch arm.

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Spektrum der Wissenschaft April 2009 issue 04 by Spektrum der Wissenschaft Verlag


by Paul
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